Was uns bewegt - Kinaesthetik im Alltag

Kinaestetik SWH Wörgl

Autorin: Birgit Filzer

Was uns bewegt - Kinaesthetik im Alltag

Im Seniorenheim Wörgl wurde mit Oktober der Startschuss zum Workshop Kinaesthetik gesetzt. Neun Pflegepersonen werden zu Beauftragten in den jeweiligen Wohnbereichen angeleitet.

Kinaesthetik in Wörgl

Kinaesthetik basiert auf der Lehre der menschlichen Bewegung. Die Implementierung von Kinaesthetik im Seniorenheim Wörgl soll sowohl den Bewohnern als auch den Mitarbeitern zu Gute kommen. Da durch Kinaesthetik das Bewusstsein für die eigene Bewegung und die des Gegenübers geschärft wird, kann das Zusammenspiel zwischen Klient und Pflegeperson einfacher, effektiver und gesundheitsfördernder gestaltet werden.

Unser Ziel ist es, Schmerzzustände in Zusammenhang mit Bewegung zu reduzieren, das Wohlbefinden und die Selbstsicherheit der Klienten zu fördern und Ängste zu re­duzieren, indem die Klienten aktiv in den Bewegungsprozess eingebunden werden.

Für uns Pflegende bedeutet es nach kin­aesthetischen Grundzügen zu arbeiten, dass wir Arbeitsbelastung, Stress und die physischen Anforderungen besser bewältigen können.

„Wenn wir bewegt werden, kommen wir in Berührung“, demzufolge ist kompetentes Berühren und Bewegen ein wichtiger Bestandteil unserer Pflegeintervention.

Unser Gehirn speichert die Bewegungsmuster vom Säuglingsalter an ab und diese behalten wir weitgehend bei. Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, unsere Beobachtungen zu dokumentieren und in der Biografieerhebung einfließen zu lassen. 

Im IPK Anamnesebogen 2 werden in der Spalte „Bewegung“ unsere Beobachtungen dokumentiert und somit nahtlos in das IPK integriert.
Nach dem Motto: „Wir Pflegepersonen müssen uns den Gewohnheiten der Klienten anpassen und nicht umgekehrt“.

Liebe Grüße aus Wörgl