Abschluss der Kursreihe St.Andrä

IPK-Kurs St. Andrä

Autorin: Eva Sachs-Ortner, MSc, DGKS

Abschluss der Kursreihe St.Andrä

Kursgruppe St.Andrä

Am 29. April 2016 konnte nach fast einem Jahr Laufzeit im „Haus Elisabeth“ eine Kursreihe im Integrativen Pflegekonzept® (IPK) erfolgreich abgeschlossen werden. Von 17 Teilnehmerinnen nennen sich jetzt 11 Personen „Praxisanwenderinnen für das Integrative Pflegekonzept“.

Abgehalten wurden die insgesamt 6 Module zu je 12 Unterrichtseinheiten abwechselnd von Frau Mag. Dr. Maria Riedl und mir.
Frau Krapinger Sigrid berichtete zudem im letzten Modul über die praktische Umsetzung des IPK® mit Bezugspersonenpflege.

Frau Mag. Eva Malle, Fachbereichsleitung stationäre Betreuung und Pflege der Caritas und Pflegedienstleiter Herr Dipl. Betriebswirt Edmont Maus würdigten im Rahmen der Zertifikatsverleihung die großartige Leistung ihrer Mit­arbeiterinnen. Sie bedankten sich mit lobenden Worten für das Engagement und luden zu einem gemeinsamen kleinen Imbiss mit Umtrunk ein.

Fensterbrett
Bei der Evaluierung der Ausbildungsziele gaben die Kursteilnehmerinnen folgende Umsetzungserfolge und Gedanken an:

  • „Durch die Biografiearbeit kann ich jetzt das Verhalten der Menschen allgemein besser verstehen.“
  • „Ich führe seit der Ausbildung mehr Gespräche mit den BewohnerInnen.“
  • „Die theoretische Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte (Entwicklung des Menschen) und die Zusammenhänge mit dem heutigen Verhalten alter Menschen hat mir sehr geholfen.“
  • „Das Wissen über die Regressionsstufen macht vieles erklärbar.“
  • „Ich wurde insbesondere zum Thema Lebensgeschichte sensibilisiert.“
  • „Ich achte jetzt viel mehr auf die Gewohnheiten, die die alten Menschen mit ins Heim bringen und unterstütze das Bestreben, diese auch in der neuen Umgebung weiter zu leben.“
  • „Der Aspekt der Ganzheitlichkeit ist mir bewusster geworden.“
  • „Wissen über Copings. Copings erkennen und angemessen darauf reagieren.“
  • „Orientierungshilfen wurden als erstes überarbeitet und werden auch zukünftig weiter ausgebaut.“

Kalender

Im „Haus Elisabeth“ wurde bereits vor etwa zehn Jahren das Integrative Pflegekonzept® geschult. Es gab damals bereits Inhouse- Schulungen, aber auch die Teilnahme an offenen Kursreihen in Oberkärnten wurde zu dieser Zeit genutzt. Im „Haus Elisabeth“ sind daher schon viele Ansätze aus dem Konzept zu erkennen. Der Einsatz von allgemeinen und individuellen Orientierungshilfen ist seit Jahren Standard. Das Team geht hierbei sehr kreativ vor. In allen drei Stockwerken, in welchen je circa 30 SeniorInnen betreut werden, findet man eine farbenfrohe und individuelle, orientierungsfördernde und strukturgebende Gestaltung vor.

Tischschmuck In den öffentlichen Wohnräumen wird Altes und Neues entsprechend den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten harmonisch kombiniert. Gedächtnistraining und Beschäftigungen im Jahreskreis gehören zum alltäglichen Programm. Mit Freude konnte ich mich vergewissern, dass der Grundstein für die Umsetzung des Konzeptes in die Praxis auf jeden Fall gelegt ist. Ich bedanke mich daher mit den besten Wünschen und mit viel Zuversicht für eine weitere Umsetzung des Integrativen Pflegekonzeptes® im „Haus Elisabeth“.

Geschichte des Hauses:

Haus Elisabeth Das heutige "Haus Elisabeth", unmittelbar neben der Domkirche und direkt in St. Andrä im Lavanttal, schaut auf eine lange Geschichte zurück. Im 17. Jahrhundert erbaut, diente es bis 1859 als Residenz der Lavanttaler Bischöfe. Von 1859 bis 1968 nutzte der Jesuitenorden das Haus als Ausbildungsstätte für junge Patres aus aller Welt.

1968 wurde das historische Gebäude in ein Seniorenwohnheim umgestaltet. Seit 1984 ist die Caritas Betreiber des 100 Betten- Hauses, welches mittlerweile als Pflegeheim mit speziellen pflegerischen Schwerpunkten geführt wird. Das Besondere an diesem Haus ist für mich: man taucht, wenn man durch das Pflegeheim „Haus Elisabeth“ wandert, trotz modernster Infrastruktur in eine Welt einer langjährigen christlich geprägten Geschichte ein.