Elisabeth Mayr

Autorin: Mayr Elisabeth
Titel: BScN
Alter: 27 Jahre
Wohnort: St. Veit im Pongau

Ausbildungen:

Arbeitsschwerpunkte

Berufsbiografie

Ich arbeite seit dem Jahr 2010 als DGKP im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach auf einer internistischen Station (A2). Die Arbeit mit vorwiegend alten und hochbetagten Menschen hat mich dazu bewegt, mich intensiver mit der gerontopsychiatrischen Pflege zu beschäftigen.

Im Rahmen des Lehrpraktikums, welches im Laufe des Studiums absolviert werden konnte, wurde das Wissen um den alten Menschen vertieft. Zusätzlich darf ich im Klinikum in einigen Arbeitskreisen und Stabstellen mitwirken:

Die einzelnen Zusatzaufgaben ermöglichen eine Verbesserung und Qualitätssicherung der Versorgung geriatrischer Patienten im Akutkrankenhaus.

Anwendung des IPK

Bereits im Rahmen der Ausbildung zur DGKP durfte ich das IPK kennenlernen. Das Konzept wurde damals von der Urheberin Maria Riedl im Unterrichtsfach Pflege alter Menschen gelehrt. Jedoch begann ich mich erst im Jahr 2016 durch die Teilnahme an der offenen Kursreihe intensiver mit der Integrativen Pflege zu beschäftigen.

Seit Mai 2017 darf ich das IPK als zertifizierte Anwenderin im akuten Setting nutzen. Das Konzept wird hauptsächlich für die Kommunikation mit Menschen mit Demenz benötigt und angewendet. Pflegende versuchen, ihre Arbeit auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abzustimmen. Das Normalitätsprinzip ist ein Kernelement des Konzepts und beschreibt, was für den alten Menschen im Alltag als „normal“ gilt.

Durch die Integration der Lebensgewohnheiten der Patienten in den Pflegealltag gelingt der Aufenthalt im Akutkrankenhaus komplikationsärmer und stressfreier für den alten Menschen. Ein Beispiel hierfür ist die Adaption der gewohnten Essenzeiten und Rituale vor dem Essen.

Das Besondere am IPK

Das Besondere am IPK ist für mich der ganzheitliche Ansatz, welcher den Körper, die Psyche und die Biografie des alten Menschen in Verbindung bringt. Die Berücksichtigung biografischer Prägung und das Verständnis für die Psyche erleichtern mir den Pflegealltag enorm.

Probleme oder Symptome des Patienten können tiefgründiger analysiert werden. Durch das „genaue Hinsehen“ können individuelle Maßnahmen abgeleitet werden, wodurch der Patient an Sicherheit und positiven Gefühlen gewinnt.

Generell gelingt mir die Betreuung geriatrischer Patienten durch die Ansätze aus dem IPK um vieles besser, die Arbeitszufriedenheit ist gestiegen und ich denke, auch die Patienten- und Angehörigenzufriedenheit.

Diese positiven Erfahrungen machen mich dankbar und motivieren mich weiter, die Gedanken und Ansätze des IPK zu verbreiten, um die Pflege alter Menschen zu verbessern.